Dr. Ulrike Guérot – „Wenn wir die Zukunft nicht denken, wird sie auch nicht real“

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„Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“* Das wäre eigentlich schon die perfekte Zusammenfassung für den sagenhaften Erfolg von Ulrike Guérot. Mit ihrem Buch Warum Europa eine Republik werden muss! gibt sie denen Hoffnung, die der EU-Misere zum Trotz, den Glauben an die europäische Idee noch nicht verloren haben. Dabei wäre ihr Buch beinah gar nicht gedruckt worden. 

In Zeiten der EU-Krise und der Politikverdrossenheit ausgerechnet ein Buch über Europapolitik zu veröffentlichen, ist mindestens wagemutig. Insofern war es nicht sonderlich verwunderlich, dass Ulrike Guérot zunächst keinen Verlag fand. Nach zahlreichen Absagen, sagte aber schließlich doch einer zu: der Dietz Verlag aus Bonn, der als Fachverlag für sozialhistorische und politikwissenschaftliche Werke, normalerweise eher geringe Auflagenzahlen verkauft. Mit Guérots Buch landete der Verlag aber einen unverhofften Bestsellererfolg.

Das Geheimniss des Buches ist, dass die Idee der Europäischen Republik, die Guérot mit einem unfassbaren Enthusiasmus verbreitet, ansteckend ist. Wer sich einmal mit ihrer Vision von Europa befasst hat, ist schon infiziert und möchte am liebsten daran Mitwirken, sie Realität werden zu lassen. So schaffte es das Buch, fast allein durch die Kraft der Mund zu Mund-Propaganda, zu großer Bekanntheit und in die mediale Öffentlichkeit.

Am Telefon habe ich mit Ulrike Guérot über die verkorkste Europäische Union und ihren Plan B, die Europäische Republik, gesprochen.

 

*Zitat von Victor Hugo
Foto: Butzmann

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